Liebe Mitchristen !

Nachricht an die Gemeinde

Osterlamm (c) Katharina Wagner, www.pfarrbriefservice.de
Osterlamm
Fr 10. Apr 2020
Pfr Walter Hütten

zu Beginn der Österlichen Buß- bzw. Fastenzeit wurden wir eingeladen, uns auf die Feier von Ostern vorzubereiten. Wir wollten dieses Fest der Auferstehung unseres Herrn wie in den vergangenen Jahren feiern.

 

Die sich ab Anfang März entwickelnde Pandemie machte alle Pläne zunichte. Auf die Gefahren der Pandemie hat die Bundesregierung reagiert und allen Bürgerinnen und Bürgern besondere Einschränkungen auferlegt, wobei das Kontaktverbot uns alle besonders hart trifft. So etwas hat es noch nie gegeben und manche kritisieren diese Entscheidung. Doch die Gesundheit der Menschen hat oberste Priorität und so haben die deutschen Bischöfe verfügt, dass in dieser Zeit der Pandemie keine Gottesdienste in Gemeinschaft gefeiert werden. Wir Priester wurden aufgefordert, Messen ohne die Anwesenheit von Gläubigen zu feiern. Dies ist gemäß des Konzilsdokumentes „Sacrosanctum Concilium“ und dem Kirchenrecht möglich.

 

Für mich war aber wichtig, die Österlichen Gottesdienste nicht zu Hause, sondern in der Gemeinde, in einer Pfarrkirche zu feiern. So habe ich am Gründonnerstag die Messe vom letzten Abendmahl, am Karfreitag die Feier vom Leiden und Sterben Christi und gestern die Feier der Osternacht in der Pfarrkirche St. Brigida in Untermaubach gefeiert.

 

In der Osteroktav werde ich von Ostersonntag bis zum Weißen Sonntag jeden Tag eine heilige Messe feiern, jeweils in einer der Kirchen bzw. Kapellen der Pfarreien von St. Apollinaris, St. Brigida und St. Urban. Auch wenn Sie nicht an diesen Gottesdiensten teilnehmen können, so lade ich Sie ein, mit mir im Gebet verbunden zu sein, wenn ich für Sie alle die Eucharistie feiere.

 

Gott lässt uns in dieser außergewöhnlichen Zeit nicht alleine. So hat er uns allen seinen Geist geschenkt, der uns auf unterschiedliche Weise befähigt, die Krise zu überwinden, sei es in der tätigen Solidarität, in der Forschung und in der medizinischen Hilfe und Betreuung.

 

Zu den großen Fürbitten der Karfreitagsliturgie gehörte in diesem Jahr auch die Bitte:

Lasst uns auch beten für alle Menschen, die in diesen Wochen schwer erkrankt sind; für alle die in Angst leben und füreinander Sorge tragen; für alle, die sich in Medizin und in Pflege um kranke Menschen kümmern; für die Forschenden, die nach Schutz und Heilmitteln suchen, und für alle, die Entscheidungen treffen müssen und im Einsatz sind für die Gesellschaft, aber auch für die vielen, die der Tod aus dem Leben gerissen hat.

Allmächtiger ewiger Gott, du bist uns Zuflucht und Stärke; viele Generationen haben dich als mächtig erfahren, als Helfer in allen Nöten. Steh allen bei, die von dieser Krise betroffen sind, und stärke in uns den Glauben, dass du alle Menschen in deinen guten Händen hältst. Die Verstorbenen aber nimm auf in dein Reich, wo sie bei dir geborgen sind. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Diese Bitte werde ich an allen Tagen der Osteroktav in unseren Kirchen und Kapellen wiederholen.

 

Jede Eucharistiefeier ist eine Feier von Ostern und so hoffe ich, bald wieder mit Ihnen gemeinsam die heilige Messe feiern zu können.

 

Ihnen allen wünsche ich, auch im Namen aller haupt- und ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, der Pfarreiräte und Kirchenvorstände, frohe und gesegnete Ostern.

 

Ihr Pfarrer Walter Hütten