Krankheit

Wir Menschen wünschen uns ein erfülltes Leben. Viele verbinden damit, dass sie vor Krankheit, Leid und Belastungen verschont bleiben. Die Realität sieht aber oft anders aus: Menschliches Leben ist begrenzt und wir müssen mit den Erfahrungen leben, dass niemand vor Krankheit und Leid bewahrt wird.

Jesus kannte die Not der Menschen und seine Sorge galt eben in besonderer Weise den Kranken und Leidenden. Auch als er seine Jünger aussendet, macht er es deutlich: „Wenn ihr in eine Stadt kommt [...]: Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe!" (vgl. Lk 10, 9). Auch heute gilt der Auftrag Jesu seiner Kirche in unserer Zeit.
In der Geschichte unserer Kirche war das Sakrament der Krankensalbung als „letzte Ölung" bekannt und wurde als Stärkung für den letzten Weg gedeutet. Sicherlich ist es wichtig, auf diesem Weg gestärkt zu sein, aber die Krankensalbung meint mehr, es geht um Heilung, Stärkung und Bewältigung einer schweren Situation.

Der Empfang des Sakramentes der Krankensalbung will den Kranken in besonderer Weise mit Christus verbinden. Darum kann ein Kranker in jeder Krankheit das Sakrament der Krankensalbung empfangen, um so die stärkende Nähe Jesu Christi zu erfahren.

Pfarrer Walter Hütten